Wie viel Geld vom Einkommen sparen

Dein Einkommen ist zunächst nur eine Zahl, die ihren Wert erst aus Deiner Lebenssituation heraus gewinnt:

• Die Umstände wie die Personenanzahl, die von dem Geld leben muss.
• Die regionalen Unterschiede der Lebenshaltungskosten üben Einfluss aus.
• Dein persönliches Konsumverhalten spielt eine große Rolle.

Sparen ist immer ein sehr individuelles Kalkulationsmodell. Es ist hilfreich, ein beibehaltenes, durchdachtes und geplantes Vorgehen zu organisieren. Genauso wichtig ist es aber auch, dass Du Deine Absichten und Bemühungen mindestens einmal jährlich einem Realitätscheck unterziehst. Idealerweise legst Du anhand Deines Budgets Quoten fest und definierst die Verwendungszwecke beziehungsweise Deine Ziele.

Orientierungspunkt Einkommen

Geld sparen heißt, von den zur Verfügung stehenden Eingängen etwas abzuzweigen. Um eine realistische Grundlage zu bekommen, brauchst Du zuerst einen Überblick. Schon bei der Höhe Deiner Einkünfte findest Du oft Gestaltungsspielräume, die sich auf Dein letztendlich tatsächliches Budget, dem Nettoeinkommen, auswirken. Um Dir die Basisdaten übersichtlich aufzuschlüsseln, hilft Dir der Ratgeber auf lexware.de bei der Lohnabrechnung. Mit ihm kannst Du Deine monatlich verfügbaren Finanzmittel aufschlüsseln. Auch schwankende Einkünfte durch Zuschläge, Prämien und zusätzliche Leistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld fließen ein. Mit dieser ständig aktuellen Ermittlung Deiner Finanzen kannst Du Deine Sparvorhaben auf ein stabiles Fundament stellen.

Spargeld freimachen und generieren

Wenn Du die zur Verfügung stehenden Mittel kennst, kommt der nächste Schritt. Jetzt hast Du zwei Herangehensweisen zur Auswahl:

• Du ermittelst Deine Ausgaben und definierst einen Rest, der als Sparbetrag verbleibt.
• Du legst ohne Ansicht Deiner Ausgaben im Einzelnen eine relative Quote oder absolute Zahl für Deinen Sparbetrag fest.

Generell raten Finanzfachleute zu einer Sparquote zwischen zehn und dreißig Prozent. Je höher Du den Prozentsatz ansetzt, umso größer muss Deine verfügbare Summe sein. Das Reduzieren von Kosten im Gegenzug ist hilfreich. Wichtig ist es, dass Du Dir realistische Ziele setzt. Du kannst in Deiner Grundversorgung durch kluges und vorausschauendes Einkaufen durch Rabatte und Sonderangebote einige Ausgaben mindern. Dabei verlierst Du keine Lebensqualität, die durch Dein Sparziel nicht eingeschränkt werden sollte.

Sparsysteme und Rücklagen

Das gute alte Sparbuch hat ausgedient. Spätestens seit der Niedrigzinsphase, die vor einigen Jahren begann, kannst Du damit keinen "Blumentopf mehr gewinnen". Legst Du Dich auf die zehn Prozent Deines Nettoeinkommens fest, hast Du nach zehn Monaten ein komplettes Monatsgehalt zurückgelegt. Eine andere Möglichkeit besteht in einer festen Sparquote oder einem fixen Betrag, der einmal im Jahr durch einen "Verzichtsmonat" aufgestockt wird. In diesem Monat gibst Du nur das Notwendige aus und verzichtest auf Bequemlichkeit und Luxus.

Aufteilung und Mittelverwendung

Bei Deiner Planung kannst Du die frei kalkulierte Geldsumme in bis zu drei Gruppen unterteilen:

• Altersvorsorge
• Mittelfristige Rücklagen (Reparaturen/Geräte/Fahrzeug/Urlaub/Gesundheit)
• Zielsparen (Haus, Weltreise, Ferrari)

Beim Dritteln beginnst Du also bei 3,33 Prozent, was sich auf Anhieb nicht sehr viel anhört. Aber rechne mit den zehn Monaten, nach denen es schon 33 Prozent sind. Das Modell bringt Dir mit drei Mal zehn Prozent eine erstaunlich frühe und schnelle Zukunftsperspektive. Als "Bonbon" kannst Du es mit einer Sonderregel zusätzlich beschleunigen. Aus allen unerwarteten Einnahmen wie Steuerrückzahlungen und rückerstatteten Wohnnebenkosten schlägst Du die Hälfte Deinem Sparbetrag zu.

Anlageformen und Geldvermehrung

Natürlich sollte Dein abgezweigtes und gespartes Geld nicht einfach herumliegen und mit der Inflationsrate immer weniger wert werden. Internet und Globalisierung haben für eine immer größere Auswahl an Sparanlageformen geführt. Besonders empfehlenswert für Dein Erspartes sind Tagesgeld- und Festgeldkonten. Bei diesen Anlageformen gehst Du kein Risiko ein und kannst zusehen, wie sich Dein Geld Monat für Monat vermehrt. Einen kostenlosen Vergleich der besten Tagesgeld- und Festgeldkonten findest Du auf WeltSparen.de.